Freitag, 20. April 2018

Angeblicher Ex LKA / BKA-Mitarbeiter aüßert sich zur Überwachungspraxis

 




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Zwei Leserkommentare erreichten mich heute, als ich beim Spaziergang nahe des Waldstücks zwischen Offenthal und Dietzenbacher Waldschwimmbads unterwegs war.
Nahe des Waldes waren Dutzende gutangezogene und gepflegte Herrschaften aus Wiesbaden unterwegs, zu Fuss und mit schicken PKW´s.


Natürlich bin ich nicht in den Wald gegangen, sondern habe mich auf gut einsehbaren Feldwegen nach Hause bewegt. Sicher ist sicher !

Für die Kommentare möchte ich mich hier noch einmal ausdrücklich bedanke, obwohl ich nicht weiss, ob sie echt sind oder nicht! Vieles Gesagte deckt sich mit meinen Erfahrungen, aber einige Punkte erscheinen mir ziemlich aus der Luft gegriffen zu sein, diese habe diese gelb markiert.


Kommentar #1: (20. April 2018 um 16:21)
DAS IST NORMAL, MICHAEL GLEIM!!! ICH KENNE DIE ABLÄUFE ALS EX BKA, EX LKA AGENT NUR ZU GUT!!! NICHT AUFGEBEN, WEITERMACHEN! SO ODER SO WIRD ES NIX HELFEN, DA SIE IN DER FORENSIK LANDEN WERDEN!

Kommentar #2: (20. April 2018 um 16:26)
Also, ich denke es ist mal an der Zeit, hier Klartext zu reden: Ich arbeitete im mittleren Dienst als Polizeihauptmeister beim BKA und später beim hessischen LKA. Dies nach Abschluss der Hauptschule und Berufsausbildung als Bäcker. Allerdings muss ich sagen, dass ich mir die Tätigkeit dort gaaaanz anders vorgestellt habe. Was "Patient" Gleim hier schreibt, muss ich leider zu 95 % bejahren!!! Tatsächlich schalten wir unliebsame Mitbürger auf diese Art und Weise aus, der Terror über Jahre zu bestehen ist praktisch unmöglich. Gleim gibt gemäss eigenen Aussagen an, seit 2013, sprich 5 Jahre nun, überwacht zu werden. Alle Achtung Herr Gleim, dass Sie so lange durchgehalten haben! Sie Sind ein Kämpfer! Leider wird Ihnen das nichts bringen, da Sie zu 100 % in der Forensik landen werden. Ich garantiere es Ihnen! Mein Tipp an Sie: Nehmen Sie Ihren Koffer und verschwinden Sie in NON-EU-Länder. Andere Chancen gibt es nicht. Alles, alles Gute! PS: SHAME ON ME AND ALL PERPS FOR WHAT WE DID / FOR WHAT WE'RE DOING. THANKS.

Kommentar #3:  (21. April 2018 um 15:27)

Geehrter Herr Gleim, ich danke Ihnen für die Einsicht. Allerdings muss ich auch festhalten, dass Ihre Überwachungsperiode äusserst lang scheint. Normalerweise überwachen wir in Zeiträumen von 1-3 Jahren, bis ein Endergebnis vorliegt. Zu meiner Zeit wurde uns stark Druck seitens der Abteilungsleiter gemacht, die Fälle zügig zum "Abschluss" zu bringen. Unter Abschluss verstanden wir die endgültige Versorgung in der Forensik. Noch heute schäme ich mich, was ich getan habe, doch rückgängig lässt sich dies nicht mehr machen. Meine damaligen Patienten sind heute entweder tot oder derart verwirrt durch Medikamentencocktails, dass manche nicht mal mehr wissen, wie sie heissen. Traurig, aber wahr. Ich möchte mich nur hier im Internet dazu äussern, doch wenn Sie ein Video mit meinen Informationen online stellen, hätte ich nichts einzuwenden. Alles Gute für Sie und weiterhin viel Kraft! Wichtig für Überwachungsopfer ist, den Lebensmut nicht zu verlieren!

Kommentar #4: (21. April 2018 um 15:56)

Letzte Insiderinfo noch: Ich wurde bereits mit 52 gezwungenermassen frühberentet. Es ist kein Geheimnis, dass besonders BND und LKA-Überwacher überdurchschnittlich oft an psychischen Erkrakungen leiden. Vielen nehmen Antidepressiva und Schlaftabletten. Der psychische Druck ist immens. Allerdings muss ich sagen, dass wir alten Überwacher noch eine Polizeiausbildung von der Pike auf hatten. Wir waren stolz, das Handwerk von A-Z gelernt zu haben. Heute nehmen sie oft auch unqualifiziertes Personal, weil niemand mehr diesen Job machen möchte.

Kommentar #5: (22. April 2018 um 14:44)

Sehr geehrter Herr Gleim, ich erlaube mir, doch ein paar Korrekturen anzubringen, nachdem ich Ihre Videos eingehend angeschaut habe: Also zu meiner Zeit dauerte die Ausbildung für die Überwachung (Schulung der Geräte, usw.) nur 1 Jahr und beinhaltete diverse Praxiselemente, wo man das Gelernte gleich anwenden konnte. Ich muss aber sagen, dass wir alle in der Ausbildung die Auswirkungen der Geräte selber an uns testen mussten. (!!!) Das war Bedingung. Wer das nicht wollte, durfte die Ausbildung nicht beenden!!! Heute ist es anders, die Devise lautet: Möglichst hart, möglichst heftig schiessen. Fatal, wie ich finde. In der Ausbildung fanden sich übrigens nur gelernte (!!!) Polizeivollzugsbeamte des Bundes und der Länder. Vor allem solche vom mittleren Dienst. Lediglich die Abteilungsleiter kamen vom gehobenen Dienst, waren also PK’s, POK’s oder sogar Polizeihauptkommissare mit Studium an einer Fachhochschule und Abitur. Die Stellenausschreibungen fanden für solche Stellen intern statt und waren bekannt dafür, viele faule und psychisch angeschlagene Beamte anzusprechen. In der ÜA (Überwachungsabteilung) habe ich noch nie so viele menschliche Wracks gesehen wie in meiner gesamten Polizeilaufbahn. Ehrlicherweise muss ich aber auch sagen, dass die ausführenden Beamten nur mit den nötigsten Informationen der ZP (Zielperson) ausgestattet wurden. So wurde verhindert, dass wir menschliche Gefühle für unsere ZP’s entwickeln können. Die zu überwachenden Personen waren in unseren Augen also schmerzfreie «Hüllen» ohne Gefühle und Regungen, was wiederum fatal ist.
Ich möchte aber auch betonen, dass durchaus auch Staatsanwaltschaften und Gerichte (besonders die Oberlandesgerichte letztinstanzlich) selber solche Überwachungsmassnahmen (=Foltermassnahmen) angeordnet haben. Lediglich der BGH hatte eine sehr restriktive Meinung gegenüber solchen Massnahmen und liess diese auch schon strikt untersagen. Das passierte aber nur, wenn sich Personen gewehrt haben. Weitergemacht wurde oftmals leider trotzdem.

Die Originalkommentare findet Ihr hier:

bzw. hier:

Kommentare:

  1. Letzte Insiderinfo noch: Ich wurde bereits mit 52 gezwungenermassen frühberentet. Es ist kein Geheimnis, dass besonders BND und LKA-Überwacher überdurchschnittlich oft an psychischen Erkrakungen leiden. Vielen nehmen Antidepressiva und Schlaftabletten. Der psychische Druck ist immens. Allerdings muss ich sagen, dass wir alten Überwacher noch eine Polizeiausbildung von der Pike auf hatten. Wir waren stolz, das Handwerk von A-Z gelernt zu haben. Heute nehmen sie oft auch unqualifiziertes Personal, weil niemand mehr diesen Job machen möchte.

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    1. Diese Praxis hatte ich vermutet, schön dass ich es jetzt mal in einem Video erwähnen kann. Tausend Dank

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  2. Sehr geehrter Herr Gleim, ich erlaube mir, doch ein paar Korrekturen anzubringen, nachdem ich Ihre Videos eingehend angeschaut habe: Also zu meiner Zeit dauerte die Ausbildung für die Überwachung (Schulung der Geräte, usw.) nur 1 Jahr und beinhaltete diverse Praxiselemente, wo man das Gelernte gleich anwenden konnte. Ich muss aber sagen, dass wir alle in der Ausbildung die Auswirkungen der Geräte selber an uns testen mussten. (!!!) Das war Bedingung. Wer das nicht wollte, durfte die Ausbildung nicht beenden!!! Heute ist es anders, die Devise lautet: Möglichst hart, möglichst heftig schiessen. Fatal, wie ich finde. In der Ausbildung fanden sich übrigens nur gelernte (!!!) Polizeivollzugsbeamte des Bundes und der Länder. Vor allem solche vom mittleren Dienst. Lediglich die Abteilungsleiter kamen vom gehobenen Dienst, waren also PK’s, POK’s oder sogar Polizeihauptkommissare mit Studium an einer Fachhochschule und Abitur. Die Stellenausschreibungen fanden für solche Stellen intern statt und waren bekannt dafür, viele faule und psychisch angeschlagene Beamte anzusprechen. In der ÜA (Überwachungsabteilung) habe ich noch nie so viele menschliche Wracks gesehen wie in meiner gesamten Polizeilaufbahn. Ehrlicherweise muss ich aber auch sagen, dass die ausführenden Beamten nur mit den nötigsten Informationen der ZP (Zielperson) ausgestattet wurden. So wurde verhindert, dass wir menschliche Gefühle für unsere ZP’s entwickeln können. Die zu überwachenden Personen waren in unseren Augen also schmerzfreie «Hüllen» ohne Gefühle und Regungen, was wiederum fatal ist.
    Ich möchte aber auch betonen, dass durchaus auch Staatsanwaltschaften und Gerichte (besonders die Oberlandesgerichte letztinstanzlich) selber solche Überwachungsmassnahmen (=Foltermassnahmen) angeordnet haben. Lediglich der BGH hatte eine sehr restriktive Meinung gegenüber solchen Massnahmen und liess diese auch schon strikt untersagen. Das passierte aber nur, wenn sich Personen gewehrt haben. Weitergemacht wurde oftmals leider trotzdem.

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  3. Oha, vieles von dem was Sie sagen hatte ich befürchtet. Da läuft es mir kalt den Rücken runter. Danke für den Kommentar.

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  4. insiderwissen verbreitet!! hahah, damit haben sie sich strafbar gemacht römer, auch als ex beamter!!!!

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    1. Nur im Falle dass alles stimmt, was ich nicht glaube. Die kurze Ausbildungszeit halte ich für zu kurz, beim BND und VS sind es laut Webseite zwei Jahre, beim BKA drei Jahre laut Webseite.
      Der Römer spricht von einem Jahr, das will ich nicht glauben.

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